News 2018/Neues 2018

Am 07.02.2018 hatte der "Themenkreis Hugo Junkers" in's "Bauhauszimmer" in der Kühnauer Straße Nr. 161 (Landesverwaltungsamt Dessau) zu einer Veranstaltung unter dem Thema "Die ersten Stewardessen nach Gründung der DLH und der Interflug" eingeladen. Mit einer sehr interessanten Darbietung (sie wollten es nicht Vortrag nennen) haben beide Stewardessen, Frau Mariane Jacobs-Dahlmann und Frau Hannelore Mildes über ihre damalige Ausbildung und wie sie in die Auswahl gekommnen sind, gesprochen. Über Uniformen, die ersten Flugstrecken, Anfänge bei der Ausrüstung im Borfbuffet und Flüge anfangs mit russichen Besatzungen. Abwechselnd haben sie mehrsprachige Begrüßungen und Durchsagen gesprochen. Das Ganze wurde durch eine Powerpoint-Präsentation mit vielen Fotos und Bildern aus dieser Zeit vom Ehemann von Marianne Jacobs-Dahlmann erstellt und präsentiert. Das "Bauhauszimmer" war bis auf den letzten Platz gefüllt.
Fotos von der Veranstaltung von G. Sprieß
Urheberrechte der histor. Fotos haben die beiden Stewardessen.

Letzte Abstimmung

Marianne und Hannelore in den Startlöchern

Mit Cptn. Hans Merkel in der Aero 45

Befähigungsnachweis

Zeugniss

Dienstpass

Zur Messe in Leipzig

Doppelbesatzung Il-14 Crew

Besuch bei SABENA-

Qualifikationsnachweis

Gehaltserhöung


Il-18-Prospekt

Il-18-Besatzung

Mit Cptn. Herbert Kohl

Marianne und Mary


Service in der Il-18-Hauptkabine

Ohne Kommentar

Berlin-Vilnjus-Moskau und zurück

Für mich war es am 07. Februar 2018 ein besonderes Erlebnis. War ich doch 58 Jahre nicht mehr hier in dieser ehemaligen Hugo-Junkers-Kaserne. Mit 18 Jahren hatte ich vom 01.11.1959 ein Direktstudium bis 30.09.1963 mit Abschluss Flugzeugführer An-2 und Il-14 begonnen. Nach Abschluss und Ernennung zum Unterleutnand wurde ein Teil in Ehren rausgeschmissen und der andere Teil vom neu gegründeten Transportgeschwader Dresden übernommen. Ich war also plötzlich arbeitslos, auch da die Interflug-Kaderpolitik einen sofortigen Einstellungsstop verhängt hatte. Es blieb mir nichts anderes übrig, als mir 4 Jahre lang meine Brötchen als Betreuer im "Unterrichtstag in der Protuktion" (UTP) und als Lehrausbilder im "RAW 7. Oktober" Zwickau zu verdienen. Meine Frau war darüber nicht so traurig, wie ich. Wütend habe ich zwei Jahre den GST-Flugplatz ignoriert, aber dann habe ich es doch micht mehr ausgehalten und bin wenigstens auf Jak 18a und L-60 geflogen. Nach 4 Jahren durfte ich mich wieder bei Interflug bewerben und meine Ausbildung auf Il-14 und Il-18 fortsetzen. Inzwischen gab es logischerweise chronischen Pilotenmangel, da ja weitere Il-18 und dann auch Il-62 aus der Sowjetunion gekauft wurden. Jetzt wurden alle eingestell, die irgendwann irgendwo mal ein Flugzeug gesehen oder geflogen hatten. Z.B. NVA, GST, Agrarflug und auch einige IF-Bordingenieure (wie von der An-24) wurden zu Verkehrspiloten ausgebildet oder umgeschult. Leider mussten wir aber damals über zwei Jahre auf die Zuzugsberechtigung für Berlin und eine Wohnung in Berlin warten und so waren es jetzt Frau und Kinder, die traurig waren. Ich bin zum Wochenende offt geflogen und meine Frau musste in der Woche arbeiten. Da lohnte es sich nicht, nach Zwickau zu fahren. Mein Schicksal teilten zum Beispiel auch Peter Jeremias, Wolfgang Hertwig und Reiner Lörche.

Zum Thema "Die ersten Stewardessen der DLH (Ost)" habe ich noch Fotos von Christel Künzel und von ihr mit Namen beschriftet.

Viel Vergnügen bei diesem Ausflug in die Geschichter der DLH und Interflug.
Die Rechte sind bei Christel Künzel.
Aktuelles