Brazzavile (VR Kongo)-Luanda (Angola) oder Maputo (Mocambique)

Die meisten Vortransporte waren mit IF nach Amsterdam oder Brüssel und nach einer Übernachtung mit KLM oder SABENA nach Paris Charles-de-Gaulle. Wenn wir pünktlich waren, haben wir die "Air Afrique" in Paris-Orly nach Brazzaville über Cotonou erreicht. Wenn nicht, mussten wir noch mal in Paris übernachten. Nachfolgend 4 Fotos von einem Vortransport über Amsterdam. Einmal zur Leipziger Herbstmesse hatten wir Glück und durften mit der Tu-134 nach Düsseldorf (oder Hamburg) mitfliegen (so genau weiß ich das nicht mehr) und mit Air France direkt nach Paris weiterfliegen. Ist auch egal gewesen. Hauptsache wir waren rechtzeitig in Brazzaville.
   
   
Dieser Linienflug wurde anfangs 1986 über die Hauptstadt von Nigeria, Lagos, nach Luanda oder Maputo geflogen. Da aber die notwendige Sicherheit dauerhaft in Lagos nicht garantiert werden konnte, wurden die weiteren Linienflüge über Brazzaville geflogen. Wir hatten in Brazzaville eine Woche Aufenthalt und sind von dort zwei mal Luanda und ein mal Maputo angeflogen.

Airport von Lagos/Nigeria.

Das Hotel am Niger in Lagos.

Hotel MERIDIAN in Brazzaville.

Die Pool-Anlage
Da beim aktiven Flug der Linie von Berlin nach Brazzaville der Äquator erst 30 Minuten vor dem Landeanflug in Brazzaville überflogen wurde, haben wir für die Besatzungsmitglieder, die zum ersten mal den Äquator gekreuzt haben, die Äquatortaufe im Hotel nachgeholt. Die Kanditaten wurden nach der Prozedur mit Schwung in den Pool geworfen.

Hibiskusblüte

Äquatortaufe

Afrika live

Wir haben uns viel am Pool aufgehalten.

City-Treff im Kaffee.

Kokospalme

Sabine

Alle Blüten sind hier besonders groß

Strandbad

Der Kongo ist bei Brazzaville nicht schiffbar!

Stromschnellen

Kinshasa (Zaire) auf der Südseite des Kongo

Die IF-Repräsentantin in Brazzaville, Frau Hebs

Unsere "Mädels"
An den zwei freien Tagen zwischen den Flügen haben wir Tennis gespielt, eine Bootstour gemacht, Voleyball gegen die Botschaft gespielt oder den Tierpark besucht. Manchmal aber auch nur am Pool die "Seele" baumeln lassen.

Ein kleines Dorf am Weg zur Kanustation

Sie ließen sich immer gern fotografieren.

Küche und Wäschetrockenplatz

Alles Geschwister?
   
Vor dem Heimflug waren wir auf dem Plateaumarkt, um ein Mitbringsel für zu Hause zu erstehen. Zwei Mitarbeiter der Botschaft übernahmen Transport, Absicherung und auch die Beratung beim Kauf. Der große Plateaumarkt lag am Stadtrand. Die große Halle mit Elfenbein- und anderem Schmuck unterlag dem staatlichen Kunsthandel und es wurden dort auch angehende junge Kunsthandwerker ausgebildet. Man konnte ihnen dabei zusehen. Beim Kauf konnte man eine offizielle Ausfuhrgenehmigung für den Zoll bekommen.

Plateaumarkt Rückseite

Komplette Crew Aug. 1986
Die Flugverbindung von Berlin Schönefeld nach Brazzaville wurde nachts geflogen. Die meisten europäischen Fluggesellschaften fliegen auch heute noch nachts (z.B. nach Johannesburg oder Kapstadt). Nur die Flugzeiten sind kürzer geworden. Es gibt kaum eine Zeitverschiebung (nur 1h zwischen Berliner Zeit und UTC). Der Rückflug ist auch wieder über Nacht. Also hatten wir genügend Zeit, in Luanda nach der Landung bis Mittag an den Strand zu fahren und danach zwei Stündchen zu schlafen, bis wir wieder zurück nach Brazzaville geflogen sind. Dort übernahm abends die Berliner Besatzung den Flug.
Luanda Hafen
Hafenanlage von Luanda
Luanda Airport
Luanda Airport
Hotel
Hohes Holelgebäude am Hafen
Außenreede
Ausblick vom Hotelzimmer auf Hafenanlage und Außenreede

Promenade vom Hotel gesehen

Promenade

Entspannung poor

Und immer schönes warmes Wasser.

Crew 09-88

Kratzt der Atlantik Dir am Zapfel, esse einfach einen Apfel!

Schöne Mädchen gibt es überall.

Und manche tragen ihren Stolz im Gesicht

Jedenfalls konnten wir uns über Einsamkeit nich beklagen

Und wir wissen jetzt, warum sie so große Nasenlöcher haben.
Mit dem einen Flug in der Woche nach Maputo waren wir mit Hin- und Rückflug aber richtig ausgelastet. Wir überflogen das südliche Afrika vom Atlantik zum Indischen Ozean und wieder zurück. Dabei überflogen wir die Länder Zaire, Angola, Sambia und Simbabwe. Von der Hauptstadt Maputo habe ich leider keine Fotos machen können. Nach der Zwischenlandung in Maputo war einfach weder Gelegenheit noch Zeit. Ich musste mich kümmern, dass wir wieder pünktlich vom Hof kamen. Auf einem der Rückflüge hatten wir einen Sonderauftrag aus Berlin. In Harare/Simbabwe tagte der Afrikanische Nationalkongress und wir hatten aus diesem Anlass ein Geschenk zu übergeben. Es war ein übergroßer Teppich. Da wir deshalb in Harare übernachten mussten, hatten wir auf diesem Rückflug keine Pasagiere an Bord. Nach der Landung bugsierte uns der Follow-Me-Lotse auf eine kleine Abstellplatte, vollgestopft mit Kleinflugzeugen und ich hatte Angst, mit der Il-62 am nächsten Morgen da wieder heil rauszukommen. Wir fuhren ins Hotel und anschließend zeigte man uns die Stadt und wir fuhren raus aus der Stadt zu einer Gedenkstätte auf einem Hügel. Sie war dem Begründer der Stadt Harare bzw. Salisbury gewidmet.

Simbabwe war 1980 nach der Befreiung aus dem südlichen Teil von Rhodesien (Süd-Rhodesien), Teil der britischen Kolonie Rhodesien, entstanden. Die Hauptstadt war Salisbury. Die geschichtlichen Hintergründe sind kompliziert und die kann jeder bei wikipedia nachlesen.
Süd-Rhodesien hat beim Befreiungskampf in Mocambique eine sehr aggressive Rolle gespielt. Zum Beispiel wurden über Süd-Rhodesien viele südafrikanische Killerkommandos und Fremdenlegion-Einheiten eingeschleust. Ein Desserteur, Mervin Malan, hat in Den Hag eine umfassende Aussage und Schilderung abgegeben. Mehr darüber vieleicht an einer anderen Stelle.

 
     
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